Eine gemeinsame europäische Verantwortung
Das Forum fand am 8. Mai 2026 im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie in München im Rahmen der „Munich Creative Business Week“ statt und lud die europäische Design-Community dazu ein, über die oft unsichtbaren Gewohnheiten, Strukturen und Annahmen nachzudenken, die Produkte und Dienstleistungen prägen. In den Diskussionen wurde deutlich, dass trotz vorhandenem Wissen und vorhandenen Tools viele Systeme weiterhin nicht inklusiv sind – was den Bedarf an stärkeren, besser integrierten Design-Policy-Rahmenwerken in ganz Europa unterstreicht.
„Design darf nicht länger als nachträglicher Gedanke behandelt werden, sondern muss als zentraler Treiber der Entscheidungsfindung auf politischer und organisatorischer Ebene verankert werden.“ – Christina Melander, Danish Design Centre
MADres und die europäische Policy-Landschaft
Das MADres-Projekt, BEDA’s EU-finanzierte Initiative, diente als zentraler Referenzpunkt: Es kartierte Design Policy in ganz Europa und unterstützte eine kohärentere, inklusivere und verantwortungsvollere Governance. Beiträge europäischer Institutionen, darunter das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO), unterstrichen zudem die wachsende Relevanz von Designschutz, Regulierung und Bewusstsein innerhalb Europas Innovationsökosystem.
Jenseits gedankenlosen Designs
In Panels, Deep Dives und informellen Austauschformaten ergründeten die Teilnehmenden, wie Regulierung und Policy die Designqualität schützen und zugleich Innovation, Barrierefreiheit und Inklusion ermöglichen können. Es entstand ein gemeinsames Verständnis: Design ist von Natur aus zivilgesellschaftlich und politisch – es prägt Entscheidungen, verteilt Verantwortung und verankert Werte im Alltag.
Das BEDA Design Forum 2026 war um drei miteinander verbundene Themen aufgebaut: die Förderung von Barrierefreiheit und Inklusion in physischen, digitalen und zivilgesellschaftlichen Umgebungen; die Positionierung von Design als strategischen Enabler in der Policymaking-Praxis und in Innovationen des öffentlichen Sektors; sowie die Stärkung von Designschutz und Regulierung durch Instrumente und Standards auf EU-Ebene. Gemeinsam unterstrichen diese Säulen eine klare Botschaft: Europa verfügt bereits über die Tools und Daten, die für Handlungen nötig sind – die Herausforderung besteht nun darin, sie zu skalieren und zu verankern.
Das Forum brachte Europas vielfältiges Design-Ökosystem über Regionen, Disziplinen und berufliche Hintergründe hinweg zusammen. Es markierte einen Schritt hin zur Positionierung von Design als strategischem Treiber für Europas digitale, ökologische und soziale Transformationen und bekräftigte zugleich BEDA’s Rolle als paneuropäischer Facilitator für verantwortungsvolle Design-Leadership.
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Über MADres
MADres ist eine strategische Initiative von BEDA und wird von der Europäischen Union kofinanziert.
Die Initiative stärkt Design als zentralen Enabler für Europas Transformation hin zu nachhaltigem Wachstum und wirtschaftlichem Wert.
MADres zielt darauf ab, die europäische Design-Community zu stärken und Expertise in drei Schwerpunktbereichen zu vertiefen: KI-Kompetenzen und digitale Ethik, planetary design und Barrierefreiheit sowie Business Cases und Entwicklung.
Um dies zu sichern, gewährleistet MADres eine langfristige Wirkung, indem es ein Living Design Policy Framework entwickelt – ein flexibles, adaptives Modell, das unsere Regierungen und Institutionen befähigt, Design in nationale und EU-Policy-Agenden zu integrieren.
Über BEDA
BEDA, das Bureau of European Design Associations, ist eine paneuropäische Interessenvertretung mit rund 50 Mitgliedsorganisationen in nahezu allen europäischen Ländern – und repräsentiert Millionen von Designer:innen.
BEDA spricht für die Design-Community und beeinflusst die Policy-Entwicklung unter den Mitgliedern und in der Folge deren Regierungen.
BEDA stärkt die Rolle von Designer:innen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext und ermutigt alle Organisationen und Regierungen, Designmethoden zu nutzen, um komplexe Probleme zu lösen und innovative Praktiken voranzutreiben.
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Das Media Kit beinhaltet: Bilder, Logos, Zitate, CC-Lizenz- und Pressetexten auf Englisch, Spanisch, Deutsch, Italienisch und Französisch.