Länderprofil: Frankreich
Status einer eigenständigen Design-Policy
Keine explizite eigenständige Design-Policy. Allerdings legten die Assises du Design (2019) wichtige Grundlagen. Dies führte 2021 zur Einrichtung des Conseil National du Design, eines permanenten Beratungsgremiums, das die Entwicklung der Design-Policy unterstützt und nationale Behörden strategisch berät.
Design in anderen Policy-Agenden
- Innovationsstrategie – Keine expliziten Verweise, jedoch enthält France 2030 (breiter Investitions- und Entwicklungsplan) potenzielle Anknüpfungspunkte für Design.
- Industrie- / Entwicklungsstrategie – Die Programme France 2030 und France Relance umfassen sektorale Investitionen, bei denen Design eine Rolle spielen könnte; die Erwähnungen sind jedoch nicht konkret.
- Kreislaufwirtschaft – Das Anti-Waste-Gesetz enthält starke Maßnahmen für Ökodesign (Reparierbarkeitsindex, Ökodesign-Pläne, Bonus/Malus-Anreize, recycelte Materialien, Verpackungsdesign). [Integriert]
- Architektur / Handwerk – Die Handwerksstrategie (2023) erwähnt Design.
- CCI, digitale Strategien – Es wurden keine Strategien oder Verweise auf Design identifiziert.
Beobachtungen
Obwohl Frankreich keine eigenständige nationale Design-Policy hat, zeigen die Assises du Design und die Einrichtung des Conseil National du Design (CND) klare Schritte hin zu einer strukturierten Design-Governance. In der Kreislaufwirtschaftsagenda besteht durch Ökodesign-Gesetzgebung eine starke Integration, und im Handwerk gibt es eine gewisse Anerkennung. Die Präsenz von Design in Innovations- und Industriestrategien bleibt jedoch eher implizit als explizit. Frankreich scheint sich in Richtung eines stärker institutionalisierten Ansatzes der Design-Policy zu bewegen, wobei das CND als Plattform dient, um zu koordinieren und eine stärkere Integration von Design über verschiedene Policy-Bereiche hinweg voranzutreiben.