European Design Policy Survey 2026

Die European Design Policy Survey 2026 liefert eine europaweite, praxisbasierte Einschätzung dazu, wie Design derzeit in nationalen Policy-Systemen anerkannt, integriert und umgesetzt wird. Die unter Mitgliedern des Bureau of European Design Associations (BEDA) durchgeführte Studie ergänzt den früheren Bericht Design Policy Mapping in Europe, indem sie die Perspektive verschiebt: weg von der Analyse von Policy-Dokumenten hin zum Verständnis, wie nationale Designorganisationen die Realität dahinter erleben.

Die Ergebnisse zeigen ein klares und anhaltendes Muster: Design ist in Policy-Diskursen zunehmend sichtbar, doch diese Sichtbarkeit führt nur selten zu strukturellem staatlichem Handeln.

Eine Landschaft der Anerkennung ohne Umsetzung

In ganz Europa sind eigenständige nationale Design-Policies zur Ausnahme geworden. Stattdessen taucht Design zunehmend in breiteren Policy-Rahmenwerken auf – von Innovation und Kultur über Digitalisierung und Nachhaltigkeit bis hin zur gebauten Umwelt. Das spiegelt einen strukturellen Wandel wider: Design wird nicht mehr als eigenständiges Feld behandelt, sondern als bereichsübergreifender Beitrag zu übergeordneten strategischen Agenden.

Die Umfrage zeigt jedoch, dass diese eingebettete Präsenz oft oberflächlich bleibt. Nennungen von Design in Policy-Texten führen nicht automatisch zu operativen Instrumenten, koordinierter Governance oder langfristigen Umsetzungsstrukturen. Das bestätigt eine zentrale Diagnose: Europa steht vor einer ausgeprägten Lücke zwischen Policy und Umsetzung.

Zentrale Erkenntnisse aus der Umfrage

Die Antworten heben mehrere wiederkehrende Themen hervor, wie zum Beispiel:

  • Anerkennung ohne Umsetzung — Design ist in vielen Policy-Bereichen präsent, doch diese Präsenz bleibt oft symbolisch.
  • Begrenzte Wirkung — Wo gehandelt wird, geschieht dies meist selektiv und projektbasiert statt systemisch.

Für die vollständige Zusammenstellung der Erkenntnisse und eine detaillierte Analyse lesen Sie den Bericht.