Eine Landschaft der Anerkennung ohne Umsetzung
In ganz Europa sind eigenständige nationale Design-Policies zur Ausnahme geworden. Stattdessen taucht Design zunehmend in breiteren Policy-Rahmenwerken auf – von Innovation und Kultur über Digitalisierung und Nachhaltigkeit bis hin zur gebauten Umwelt. Das spiegelt einen strukturellen Wandel wider: Design wird nicht mehr als eigenständiges Feld behandelt, sondern als bereichsübergreifender Beitrag zu übergeordneten strategischen Agenden.
Die Umfrage zeigt jedoch, dass diese eingebettete Präsenz oft oberflächlich bleibt. Nennungen von Design in Policy-Texten führen nicht automatisch zu operativen Instrumenten, koordinierter Governance oder langfristigen Umsetzungsstrukturen. Das bestätigt eine zentrale Diagnose: Europa steht vor einer ausgeprägten Lücke zwischen Policy und Umsetzung.
Zentrale Erkenntnisse aus der Umfrage
Die Antworten heben mehrere wiederkehrende Themen hervor, wie zum Beispiel:
- Anerkennung ohne Umsetzung — Design ist in vielen Policy-Bereichen präsent, doch diese Präsenz bleibt oft symbolisch.
- Begrenzte Wirkung — Wo gehandelt wird, geschieht dies meist selektiv und projektbasiert statt systemisch.
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